[20.06.2007] - Berufsunfähigkeit: Versicherung bis 67 verlängern

Das gesetzliche Renteneintrittsalter steigt ab 2012 schrittweise auf 67 Jahre. Deshalb sollten Sie jetzt die Verlängerung der Laufzeit einer bereits bestehenden Berufsunfähigkeitspolice beantragen. Die Verlängerung der Laufzeit sollte ohne erneute Gesundheitsprüfung erfolgen.

Gesundheitsrisiken, die seit dem Vertragsabschluss neu hinzugekommen sind, sollten nicht aus dem Versicherungsschutz ausgenommen werden. Doch Vorsicht: Nicht jedes Versicherungsunternehmen lässt das zu. Besser vorher genau erkundigen.

Wer eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, sollte darauf achten, dass voller Versicherungsschutz bis zum 67. Geburtstag vereinbart werden kann. Bei einigen Anbietern ist das noch nicht möglich. Allgemein ist es ratsam, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Laufzeit bis zum gesetzlichen Rentenalter abzuschließen. Verträge, die mit 50 oder 55 enden, sind zwar oft preisgünstiger. Doch in der Praxis treten die meisten Fälle von Berufsunfähigkeit erst nach dem 50. Lebensjahr auf, sodass der private Berufsunfähigkeitsschutz in fortgeschrittenem Erwerbsalter besonders wichtig ist.

Die Notwendigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung zeigen folgende Zahlen: Nur rund 25 Prozent aller Personen haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Doch jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte wird heute vor der regulären Rente berufsunfähig.

Unser Tipp
Die Leistungspflicht der Versicherung endet auch dann nicht, wenn Sie Ihre Berufs- unfähigkeitsversicherung beitragsfrei stellen. Der Versicherer muss in jedem Fall leisten, wenn der Ernstfall während der Beitragszeit eintritt. Das hat das Oberlandesgericht Karlsruhe kürzlich entschieden. (Az. 12 U 11/07)